Nach einer aufregenden Anreise am Freitag mit dem TGV von Freiburg über Straßburg und Paris nach Brest und einer anschließenden Busfahrt nach Camaret-sur-Mer begrüßte uns im Finistère, dem Ende der Welt, ein Sonnenuntergang über dem Atlantik.
Am Samstag besuchten wir ein Museum in gut erhaltenen Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg, wo wir besonders über den U-Bootkrieg im Ärmelkanal, quasi vor der Haustür von Brest, einiges lernten. Anschließend spazierten wir an den Klippen entlang über den GR 34, einen bretonischen Fernwanderweg, und hatten sogar das Glück, in den tosenden Wellen eine Robbe bei der Jagd beobachten zu können. Am Nachmittag durften die Wassersport-Enthusiasten unter den wachsamen Augen des surferfahrenen Klassenlehrers eigene Surferfahrungen sammeln.
Nach einer kleinen Einführung in die Navigation, die Ozeanographie und im Speziellen in die Lehre der Gezeiten konnten wir bei Ebbe den kurzen Moment nutzen um trockenen Fußes die Grotten von Toulinguet zu erforschen und die Meeresbewohner der Gezeitenzone kennenzulernen - Krebse, Muscheln und jede Menge Seesterne.
Am Montag stand der Besuch der Destillerie Brumenn auf dem Programm. Dort erfuhren wir nicht nur, mit welchen Apparaturen Whiskey und Likör hergestellt werden, sondern konnten ein reales Beispiel eines sog. Microentrepreneurs bei der Arbeit sehen.
Den Dienstag nutzten wir für den Besuch des Hauptortes und Namensgebers der Halbinsel, Crozon. Dessen mondäner Badeort Morgat und die kleinen Geschäfte waren eine willkommene Abwechslung zur Einsamkeit der Küste von Camaret. Meistens haben wir in Kochgruppen gekocht, gegrillt und gebacken, aber bei einer Wanderung in die Bucht von Veyriac’h mussten wir natürlich « Chez Germaine » die berühmten bretonischen Galettes kosten. Natürlich durfte auch das Baden nicht fehlen. Abends besuchten wir die Traditions-Crêperie „La Marine“ und kosteten die bretonischen Buchweizen-Crêpes.
Mal durch Höhlen schwimmen, mal in die Wellen springen, aber wenn die Ebbe das Meer zurückzog, gingen wir auf die Suche nach Muscheln und anderen Schätzen, die das Meer zurückließ. Unsere kleine Gemeinschaft wuchs gut zusammen und es stellte sich ein familiäres Miteinander ein, ob beim Kochen oder bei abendlichen Spielen, bei denen viel gelacht wurde.
Auf der Heimreise von einer gelungenen Klassenfahrt freuten wir uns, wieder gut und mit neuen Erinnerungen und Erfahrungen zu Hause anzukommen.
